Was brauchst du, um dich selbstständig zu machen?

Für ein Einzelunternehmen in Österreich brauchst du im Kern nur drei Dinge: eine Gewerbeberechtigung, die Anmeldung bei der Sozialversicherung (SVS) und eine Steuernummer vom Finanzamt. Kein Startkapital, kein Notar, keine GmbH. Die meisten Solo-Selbstständigen starten genau so. Einen österreichischen Pass brauchst du übrigens nicht — wer aus dem Ausland kommt und gründen darf, steht hier: Wer darf in Österreich selbstständig arbeiten?

Gewerbeanmeldung
0 €
seit Jahren gebührenfrei
SVS-Beitrag am Anfang
ca. 175 €/Monat
inkl. Unfallversicherung, Stand 2026
Umsatzsteuer
0 €
bis 55.000 € Umsatz (Kleinunternehmerregelung)
Einkommensteuer
0 €
bis 13.539 € Jahresgewinn (2026)

Wie läuft die Gründung ab? Die 6 Schritte

  1. Tätigkeit klären: freies oder reglementiertes Gewerbe?

    Einfache Reinigung in Privathaushalten („Hausbetreuung"), Botendienste oder Handel sind freie Gewerbe — ohne Prüfung, ohne Befähigungsnachweis. Reglementierte Gewerbe (Friseur, Elektriker, Baumeister …) brauchen einen Nachweis. Im Zweifel hilft die Wirtschaftskammer kostenlos weiter.
  2. Gewerbe anmelden — kostenlos, online in 20 Minuten

    Mit ID Austria geht das online über das Unternehmensserviceportal, alternativ bei der Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat. Ab dem Tag der Anmeldung darfst du bei freien Gewerben arbeiten. Alle Details: Gewerbe anmelden in Österreich.
  3. SVS-Anmeldung

    Mit der Gewerbeanmeldung wirst du automatisch bei der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) gemeldet. Damit bist du kranken-, pensions- und unfallversichert. Was das kostet und bringt: SVS einfach erklärt.
  4. Steuernummer beantragen

    Innerhalb eines Monats meldest du deine Tätigkeit dem Finanzamt (Formular Verf24 oder über FinanzOnline). Du bekommst eine Steuernummer — sie gehört auf jede Rechnung.
  5. Konto, Aufzeichnungen, erste Rechnung

    Ein eigenes Konto für dein Geschäft macht vieles leichter. Ab der ersten Einnahme gilt: alles aufschreiben (Einnahmen-Ausgaben-Rechnung). Wie eine korrekte Rechnung aussieht: Rechnung schreiben.
  6. Kund:innen finden

    Empfehlungen, eine eigene Website, Google-Eintrag — so fragen Kund:innen direkt bei dir an, ohne dass jemand mitverdient. Warum sich das mehr lohnt als eine Vermittlungsplattform: Plattform oder eigenes Geschäft?

Was kostet die Selbstständigkeit wirklich?

Die ehrliche Rechnung für den Start als Einzelunternehmer:in (Stand 2026):

Geld zur Seite legen

Die SVS rechnet nach ein paar Jahren nach: Läuft dein Geschäft gut, kommt eine Nachzahlung. Leg von Anfang an rund 30 % von jedem Gewinn zur Seite — dann kann dich keine Nachzahlung überraschen. bop rechnet dir das automatisch aus.

Welche Fehler solltest du vermeiden?

Selbstständig, aber nicht allein: Was übernimmt bop?

bop ist das Backoffice für Solo-Selbstständige: Die App führt dich durch Gewerbeanmeldung, SVS und Steuernummer, schreibt deine Rechnungen, plant deine Termine, erklärt dir Behördenbriefe — und das alles auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Serbisch, Kroatisch, Rumänisch, Ungarisch, Polnisch, Ukrainisch oder Russisch. Damit du arbeiten kannst, statt Formulare zu googeln.