Welches Gewerbe brauchst du als Reinigungskraft?
Für die Reinigung in Privathaushalten brauchst du das freie Gewerbe „Hausbetreuung" — offiziell: „Hausbetreuung, bestehend aus der Durchführung einfacher Reinigungstätigkeiten".[1] Das bedeutet:
- Keine Prüfung, kein Befähigungsnachweis — jede:r kann es anmelden.
- Kostenlose Anmeldung — online über das Unternehmensserviceportal oder bei der Behörde.
- Arbeiten ab Tag 1 — bei freien Gewerben darfst du ab dem Anmeldetag legal arbeiten.
Damit abgedeckt: Wohnungen und Häuser putzen, Stiegenhaus- und Kellerreinigung, Fensterputzen vom Boden aus, einfache Hilfsdienste im Haushalt. Nicht abgedeckt sind Spezialarbeiten wie Fassadenreinigung oder die Reinigung mit Spezialmaschinen — dafür gibt es das reglementierte Gewerbe der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung.[2][3] Wie die Anmeldung genau abläuft: Gewerbe anmelden in Österreich.
Warum selbstständig statt schwarz oder angestellt?
Viele Reinigungskräfte arbeiten jahrelang „einfach so" — ohne Anmeldung. Das rächt sich doppelt: keine Pension, kein Krankengeld, keine Unfallversicherung, und bei einer Kontrolle drohen Strafen. Angemeldet arbeiten heißt dagegen: Jedes Jahr zählt für deine Pension, du bist beim Arzt versichert, und du kannst offen Werbung machen, statt dich zu verstecken. Die ganze Rechnung findest du unter Legal als Reinigungskraft arbeiten.
- Üblicher Stundensatz (Wien)
- 24–30 €
- selbstständig, Privathaushalte, Stand 2026
- Anmeldung
- 0 €
- freies Gewerbe, ohne Prüfung
- SVS am Anfang
- ca. 175 €/Monat
- inkl. Unfallversicherung
- Umsatzsteuer
- keine
- bis 55.000 € Umsatz (Kleinunternehmerregelung)
Wie setzt du deinen Stundensatz richtig an?
Rechne rückwärts, nicht vorwärts. Von deinem Stundensatz gehen weg:
- rund 27 % SVS-Beiträge[4] (so funktioniert die SVS) und später Einkommensteuer,
- Fahrtzeit und Fahrtkosten zwischen den Haushalten,
- Material, Handy, unbezahlte Bürozeit — und Wochen ohne Aufträge (Urlaub, Krankheit).
Deshalb gilt: Unter 20 € pro Stunde arbeitest du unter deinem Wert. Professionelle Reinigungskräfte in Wien verrechnen 24–30 € — und gute Kund:innen zahlen das gern für Verlässlichkeit. bop zeigt dir, was in deiner Branche üblich ist, damit du selbstbewusst kalkulierst.
Wie findest du eigene Kund:innen?
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Starte mit deinem Umfeld
Erzähl allen, dass du jetzt offiziell selbstständig bist. Die ersten Kund:innen kommen fast immer über Bekannte — und jede saubere Wohnung bringt die nächste Empfehlung. -
Werde sichtbar
Eigene Website mit Preisen und Kontakt, Google-Unternehmensprofil, Nachbarschaftsgruppen. Wer dich findet, fragt direkt bei dir an — ohne Vermittler, ohne Provision. -
Mach aus Erstaufträgen Stammkund:innen
Biete nach dem ersten Termin gleich einen fixen Rhythmus an — regelmäßige Kund:innen sind planbares Einkommen und gehören dir, nicht einer Vermittlungsplattform. Warum sich das rechnet: Plattform oder eigenes Geschäft? -
Arbeite professionell
Fixe Termine, klare Absprachen, saubere Rechnung nach jedem Monat. Genau das unterscheidet dich von der „Putzhilfe von nebenan" — und rechtfertigt deinen Preis.
Verträge & Absprachen
Und wer macht den Papierkram?
bop. Die App führt dich durch Gewerbeanmeldung und SVS, plant deine Termine mit Stammkund:innen, schreibt nach jedem Monat automatisch die Rechnung, zeigt dir, wie viel du für Steuern zur Seite legst — und erklärt dir jeden Behördenbrief. Auf Deutsch, Türkisch, Serbisch, Kroatisch, Rumänisch, Ungarisch, Polnisch, Ukrainisch, Russisch oder Englisch.